Ein Mountainboard kann man mit vielen Kites antreiben. Es gibt jedoch große Unterschiede bei den verschiedenen Kites.
Folgende Kites sind möglich :
Normale Matten werden meist zum Buggy fahren verwendet. Sie haben hohen Querdruck und wenig Lift, mit dem Buggy will man ja (als normaler Mensch) nicht springen. Sie sind nicht depowerbar, das heisst die Stärke des Zuges ist nicht regelbar. Man kann mit ihnen gut Mountainboards fahren, allerdings nicht so gut springen. Auch ist der Windbereich eher klein.Sie werden aufgeteilt in Anfängerkites, Intermediate und Hochleister. Hochleister wie Raptor oder Libre Vampir Race sind fürs ATB-Kiting oder Snowkiting nicht so geeignet, da sie Böen direkt in Druck umsetzen und eher nervös zu fliegen sind. Es sei denn man will einen neuen Speedrekord aufstellen.Die normalen Matten können mit Bar oder mit Handles gefahren werden. Für einige Kites gibt es extra Bar-Umbausätze, die den Kites sogar manchmal Depower-Funktion geben. An die Leistung eines richtigen Depower-Kites kommen sie jedoch nicht heran.
Depowerbare Matten sind gut geeignet zum ATB-Kiting, die Kraft des Kites läßt sich mit der Bar steuern. Diese Matten haben einen großen einsetzbaren Windbereich und können durch das Depower größer gewählt werden als normale Matten. Sie müssen mit Bar gefahren werden, was fürs ATB-Kiting eh besser ist. Sie brauchen etwas mehr Wind bis es losgeht als eine normale Matte und kosten leider auch mehr.Der Dewpowerbereich geht je nach Schirm von 1:3 bis 1:5, d.h. er entwickelt nur ein Fünftel an Kraft, wenn die Bar ganz oben ist.Einige Matten haben Ventile, die die Lufteintrittsöffnungen verschliessen. Diese Matten sind auch fürs Kitesurfen auf dem Wasser geeignet und können nach Absturz meistens wieder gestartet werden (Relaunch).
Tube Kites sind primär fürs Kiten auf dem Wasser geeignet. An Land können sie bei unsanften Landungen kaputtgehen, da sie aufgeblasene Schläuche (Tubes) enthalten. Nur in Ausnahmefällen zum Kiten an Land benutzen !Im Schnee werden Tube-Kites öfter benutzt, hier sollten sie mit einer 5. Leine ausgestattet werden, um sie auch rückwärts starten zu können.
ARC-Kites gibt es nur von Peter Lynn. Sie sind halbrund und die Leinen werden an den Enden angeknotet (ohne Waage) wie bei den Tube-Kites, sie brauchen aber nicht aufgeblasen zu werden.Sie sind gerade bei Böen gutmütig und deshalb besonders für Einsteiger geeignet. Aber auch viele Könner fahren damit. Sie haben einen großen Windbereich und sind gut depowerbar. Sie sind auch fürs Kitesurfen und natürlich auch fürs Snowkiten geeignet. Auslaufmodelle aus den Vorjahren sind teilweise günstig zu haben.Die projezierte Fläche eines Tube- oder ARC-Kites ist durch die Rundung nur ca. 2/3 der ausgelegten Fläche. Deshalb werden sie immer größer gefahren als Matten. Der 15 qm Guerilla hat z.B. 9,5 qm projezierte Fläche und kann von 2 bis 5 bft an Land benutzt werden (variiert je nach Körpergewicht und Können).
Folgende Depower-Kites sind fürs ATB-Kiting gut geeignet :
Folgende Nicht-Depower-Kites sind ebenfalls zum ATB-Kiten geeignet :
Dies ist nur eine kleine Auswahl, es gibt natürlich noch viel mehr Kites, die zum ATB-Kiten und Snowkiten geeignet sind. Im Sonderheft "Snow 2006" von Kite&Friends ist eine gute Übersicht über alle aktuellen Kites.
Bar oder Handels ?Beim Buggyfahren wird meistens mit Handels gefahren, da im Sitzen nicht genug Platz für eine Bar ist und die verwendeten Kites meistens für Handels konzipiert wurden.. Beim Kitesurfen hat sich die Bar durchgesetzt.Beim Mountainboard ist beides möglich.Die Bar hat folgende Vorteile : Man kann einhändig steuern (beim Board hinschieben oder beim Sprung). Depowerschirme sind für die Verwendung mit der Bar ausgelegt.Nach einem Sprung mit Drehung (Spin) kann man die Bar einfach drehen.Mit Handels kann man den Schirm individueller steuern, da man jede der 4 Leinen getrennt ziehen kann. Handels sind meist auch billiger. Handels sind bei böigem Wind und bei wenig Wind oft besser.Am besten nimmt man das, wofür der Kite konzipiert wurde : Bar für Depower-Kites, Handels für "normale" 2- und 4-Leiner.
Depower ?Bei einem Depowerkite sind die Powerleinen mit der Mitte der Bar verbunden. Die Bremsleinen führen links und rechts an die Bar und werden so zum Lenken benutzt. Bei einigen Kites sollte man beim Lenken die Bar etwas Anziehen. Über einen Adjuster können die Powerleinen verstellt werden und das Verhalten des Kites voll depowered (Bar ganz oben) kann an die Windstärke und das eigene Können angepasst werden.Beim Ziehen der Bar nach unten wird der Anstellwinkel der Kites verstellt und bei einigen Modellen auch das Profil. Der Kite entwickelt dann mehr Kraft.Das ist besonders ideal zum Springen, wenn man mit großen Kites hart am Wind fährt und dann beim Absprung die volle Kraft des Kites nutzen kann.Das "Fliegen" von Depowerkites ist nicht schwieriger als Fliegen einer normalen 2-Leiner-Matte. Da sie durch die Größe aber wesentlich mehr Kraft haben und Fehler sich fatal auswirken können ist ein Kurs im Kitesurfen, Snowkiten oder ATB-Kiten unbedingt empfehlenswert.
Snowkiten ?Alles hier gesagte gilt fürs ATB- und Snowkiten. Beim Snowkiten ist zusätzlich zu beachten, dass die Wiederstartfähigkeit (Relaunch) wichtig ist, da man ja am Snowboard festgeschnallt ist. Auch im Tiefschnee ist man dankbar, wenn man nicht dauernd zum Kite rennen muss. Unschlagbar sind hier die Flysurfer (und auch Ozone denke ich), die Lynns können hier nicht mithalten. Beim Snowkiten in den Bergen herrschen oft stärkere Winde als in der Ebene beim ATB-Kiting, Böen bis 7, 8 oder 9 Windstärken sind dort keine Seltenheit. Der Kite sollte deshalb bei Böen oder aufkommendem Wind beherrschbar sein. Hier sind die Lynn-Kites unangefochtene Spitzenreiter.
Eine gute Übersicht über alle aktuellen Kites für ATB- und Snowkiten findet man im Sonderheft "Snowkiten 2006" von Kites&Friends.
Sicherheit : Große Schirme können sehr große Kräfte entwickeln. Deshalb wird die Verwendung eines Sicherheitssystems unbedingt empfohlen !
Hier zwei Quellen für ATB-Kites : www.lenkdrachen-bradel.de und www.drachenmichel.de. Beide haben Erfahrungen im ATB-Bereich und versenden auch. Zwei weitere Quellen (Empfehlungen von Reiseleiter) : www.drachenstore.de und EricDahlmanns www.funsport-essen.de
Wer hat noch Vorschläge ?
Grüße Bernd
Da fehlt der Kitedealer schlecht hin: www.drachenstore.de und EricDahlmanns www.funsport-essen.de
Von der alten Baloo halte ich übriegens gar nichts. Safty ist uralt und schon fast kriminell. Man bastelt aber gerade einer Baloo II mit möderpop.Über die TSR habe ich auch was auf www.drachenforum.net geschrieben, meiner Meinung nach auch nicht zu gebrauchen. Dafür fehlt die Bora von Libre und vor allem die Yakuzzas von Ozone. Eigentlich geht jeder Ozone Schirm gut auf dem Board, weil die alle sehr stabil stehen.
Hi Reiseleiter,
deine Vorschläge habe ich in den Text eingearbeitet. Die Aufzählung war eher eine Auflistung der Kites, die die Hersteller fürs ATB-Kiting empfehlen. Ohne Wertung der Kites. Den Text will ich später in die ATB-Wikipedia übernehmen, deshalb ist es gut wenn er immer aktualisiert wird.
Alle schwärmen so von der HQ Montana. Auf der Wasserkuppe war schon dreimal ein Team von HQ mit Montanas. Die haben bisher kein gutes Bild abgegeben. Die Dinger sind ständig eingeklappt, von alleine nur an der Safety hängend gestartet usw.
Wenn man von normalen 4-Leinern kommt mag die Montana ja ein Fortschritt sein, aber wenn man gute Depowerkites gewöhnt ist hat sie wohl keine Chance.
Lese gerade, dass Du ja auch die C-Quad mit in der Liste hast. Also die würde ich schon streichen.
Die Montana ist eigentlich ein sehr guter Schirm, von der Stablität kommt sie natürlich nicht an Lynns oder Tubes ran, aber vor dem OpenCell Primus Frenzy muss sie sich nicht verstecken auch - was die Leistung und Qualität angeht. Die Montana geht sehr früh los und hat einen hohen Grunddruck.
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