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   Was ist ATB-Kiting minimieren  


ATB-Kiting, der neue Action-Sport !

Bisher nur an Stränden zu sehen, erblickt man sie jetzt auch ab und zu auf Wiesen, Feldwegen oder asphaltierten Plätzen : Seltsame Vehikel, die von grossen Lenkdrachen angetriebenen werden. Die Rede ist von Mountainboards und Buggys.

Lenkdrachen für den Antrieb von allerlei Gefährten zu Wasser und auf dem Land wurden in den achtziger Jahren in Frankreich entwickelt. Auf Hawaii wurde dann die Technik verbessert, sich von den Drachen mit kurzen Boards übers Wasser ziehen zu lassen, das Kite-Surfen war geboren.

In Amerika entwickelten einige Freaks das Mountainboard, um auch im Sommer dem Hobby Snowboarden nachzugehen. Mit 2 oder 4 grossen Rädern kann man damit Abhänge und Waldwege in halsbrecherischem Tempo herabfahren.

Was lag näher als sich auf dem Mountainboard auch von einem grossen Lenkdrachen ziehen zu lassen ?
Heraus kam das ATB-Kiting, das sich vom Wort "All Terrain Board" ableitet, eine andere Bezeichnung für das Mountainboard.

Die verwendeten Drachen haben eine Größe von 3 bis 20 qm, und werden meistens mit 4 Leinen gesteuert (2 Power- und 2 Bremsleinen). Die Leinen sind über eine Bar (Querstange) mit einem Trapez verbunden, so dass man die Kräfte, die der Drachen erzeugt, nicht alleine in den Händen halten muss. Mit der Bar kann man den Drachen lenken und auch abbremsen oder beschleunigen. Ein Sicherheitssystem erlaubt im Notfall das Abwerfen der Bar mit Leinen und Drachen.

Die größeren Drachen entwickeln nicht nur Vortrieb, sondern auch einen nicht unerheblichen Auftrieb, neudeutsch "Lift". So sind mit dem Mountainboard Sprünge bis zu einer Höhe von 5 -10 Metern möglich. Die Kollegen auf dem Wasser (Kite-Surfer) springen sogar bis zu 50 m hoch, dort ist allerdings die Landung dann auch weicher.

Die Mountainboards haben eine Länge von 90 - 110 cm und 4 Räder mit grobem Profil und 20-25 cm Durchmesser. Gelenkt werden sie durch Gewichtsverlagerung wie ein Skateboard. Im Gelände und bei Sprüngen werden sie stark beansprucht, eine robuste Technik ist deshalb Voraussetzung.

ATB-Kiting kann auf kurz gemähten Wiesen, Schotterplätzen, asphaltierten Plätzen und Feldwegen ausgeübt werden. Wichtig sind gleichmässiger Wind ohne zu große Beeinflussung durch Gebäude und großer Abstand zu jeder Form von Hochspannungsleitung. Meistens treffen sich mehrere Gleichgesinnte, denn der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Hilfe ist wichtig wie bei jeder Sportart. Der Anfänger sollte sich auf jeden Fall vorher bei geübten Kitern informieren, denn Kurse oder Bücher gibt es zu dieser neuen Sportart noch nicht. Ideal für das ATB-Kiten sind natürlich große Strände mit hartem Sand, solche Bedingungen sind rund um Frankfurt aber eher selten anzutreffen.

Eine Schutzkleidung ist unbedingt erforderlich. Ein Helm, Handschuhe und kräftiges Schuhwerk, das die Knöchel stützt, sind Pflicht. Empfehlenswert sind Knie- und Ellenbogenschoner, wie wir sie vom Inline Skaten kennen (und dort auch hoffentlich immer tragen).

Als Anfänger lernt man zuerst den Drachen zu beherrschen. Erst wenn das perfekt klappt kommt dann das Mountainboard hinzu. Diese Schritte sollten auf jeden Fall unter Anleitung erfahrener Kiter durchgeführt werden, denn die erreichten Geschwindigkeiten und die Kräfte der Drachen sind enorm : Über 50 km/h sind keine Seltenheit. Mit einem dreirädrigen Buggy wurden sogar schon über 100 km/h gemessen, angetrieben nur durch einen Lenkdrachen.

Die Suche nach einem geeigeneten Gelände ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht. Seit kurzem treffen sich einige ATB-Kiter auf einer Wiese in Schaafheim 15 km östlich von Dieburg. Eine Wegbeschreibung findet ihr im ATB-Kiting Forum. Weitere Gelände werden gerade getestet.